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Terror in Istanbul

Bundesregierung erschüttert über Anschläge

Nach den menschenverachtenden Bombenanschlägen in Istanbul hat Kanzlerin Merkel dem türkischen Volk ihr Mitgefühl ausgesprochen. Der Doppelanschlag sei "sehr dramatisch" gewesen. Maßnahmen zur Terrorbekämpfung müssten sich aber im rechtstaatlichen Rahmen bewegen, sagte Merkel in Berlin.

Polizisten stehen in einem zerstörten Bus. Im Istanbuler Stadtteil Besiktas sind am Samstagabend zwei Bomben gezündet worden. Foto: picture alliance

Bei der Explosion von zwei Bomben vor einem Fußballstadion waren am Samstag dutzende Menschen getötet und mehr als hundert verletzt worden. Bislang ist noch unklar, wer für das Attentat verantwortlich ist. Die Aufklärung der Anschläge müsse "im Rahmen der Rechtsstaatlichkeit, im Rahmen der Verhältnismäßigkeit" erfolgen, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Bereits am Sonntag hatte die Kanzlerin mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan telefoniert. Sie übermittelte dem Präsidenten ihr persönliches Beileid und das der Bundesregierung.

Mitgefühl mit den Angehörigen

Merkel bat den Präsidenten, den Angehörigen der Opfer ihre Anteilnahme zu übermitteln. Sie bot Hilfe an, sollte diese für die Versorgung der Verletzten notwendig sein. Die Bundeskanzlerin und der Präsident vereinbarten, die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus zu intensivieren.

Bereits jetzt arbeiten die Türkei und Deutschland eng bei der Bekämpfung des Terrorismus zusammen. Zum Beispiel ist die Mitgliedschaft in der kurdischen Untergrundorganisation PKK in Deutschland strafbar. Weitere Informationen zu den Aktivitäten der PKK bietet der jährliche Verfasungsschutzbericht.

"Wir trauern mit unseren türkischen Partnern"

Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier zeigte sich tief erschüttert über die grausamen Terroranschläge: "Wir trauern gemeinsam mit unseren türkischen Partnern. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden. Den vielen Verletzten wünschen wir baldige Genesung", so Steinmeier.

Erneut hätten diese Anschläge vor allem auf Sicherheitskräfte abgezielt, die die Straßen rund um ein Fußballspiel in Besiktas abgesichert haben. Die Taten richteten sich auch gegen eine sportbegeisterte Gesellschaft, die versuche, sich von den schrecklichen Attentaten der letzten Monate zu erholen und in eine Normalität zurückzufinden.

Montag, 12. Dezember 2016

Zusatzinformationen

Aktuelle Sicherheitslage in der Türkei

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