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Anschlag auf Kirche in Kairo

Bundesregierung: Ein feiges Verbrechen

Die Bundesregierung ist entsetzt über den Anschlag auf eine koptische Kirche in Kairo. Zahlreiche Menschen wurden getötet und verletzt. Es handele sich um den Versuch, das friedliche Zusammenleben der Religionen in Ägypten zu stören, so die stellvertretende Regierungssprecherin Demmer.

Blick in die zerstörte Kirche in Kairo. Die Bundesregierung verurteilt den Anschlag nachdrücklich und drückt den Opfern ihr Mitgefühl aus. Foto: picture alliance / dpa

Die Bundesregierung habe - so die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer - mit Entsetzen vom Anschlag auf die koptische Kathedrale St. Markus in Kairo erfahren. Sie verurteile mit Nachdruck dieses feige und hinterhältige Verbrechen, dem zahlreiche Menschen zum Opfer gefallen sind.

Zwietracht und Hass säen

Die Bundesregierung drücke den Verletzten und den Familien der getöteten Menschen ihr tief empfundenes Mitgefühl aus. Sie kondoliere der ägyptischen Regierung sowie Staatspräsident Al Sisi und dem koptischen Papst, Tawadros II., so Demmer weiter.

Die Sprecherin erklärte: "Das Attentat ist der Versuch, das friedliche Zusammenleben der Religionen in Ägypten zu stören und Zwietracht, Hass und Feindschaft in der ägyptischen Gesellschaft zu säen." Die Bundesregierung vertraue darauf, dass sich die ägyptische Gesellschaft nicht auseinanderdividieren lasse.

Ein Versuch, friedliches Zusammenleben zu hintertreiben

Außenminister Frank-Walter Steinmeier verurteilte den terroristischen Anschlag ebenfalls auf das Schärfste. Er bezog auch die Anschläge auf Sicherheitskräfte in Kairo und Kafr-el-Sheikh in der vergangenen Woche ein. Man gedenke der Opfer und trauere mit den Familien.

Und weiter: "Dass ausgerechnet der Geburtstag des Propheten für einen heimtückischen Anschlag gegen christliche Gläubige genutzt wurde, zeigt das perfide Kalkül der Täter und ihrer Hintermänner, das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen mit terroristischer Gewalt zu hintertreiben. Wir müssen alles dafür tun, dass ihnen das nicht gelingt."

Montag, 12. Dezember 2016