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Innere Sicherheit

Bundeskanzlerin würdigt Arbeit des Bundeskriminalamtes

Das Bundeskriminalamt ist eine der modernsten und leistungsfähigsten Polizeibehörden der Welt. Seit 60 Jahren arbeiten dort Fachleute, um Kriminalität zu bekämpfen und die Sicherheit der Bürger zu schützen. Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte gemeinsam mit Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich die Arbeit der Behörde.

Arbei des Bundeskriminalamts (BKA) in Wiesbaden. Spurensicherung an einem Messer, 60 Jahre BKA Bundeskriminalamt Foto: Bundeskriminalamt

Merkel dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beim eineme Festakt für ihr Engagement. Hinter den Erfolgen des Bundeskriminalamtes (BKA) verberge sich oft härteste Arbeit. Ganz persönlich dankte die Kanzlerin dabei für den Schutz, den sie selbst durch den Einsatz des BKA genießt.

Das Bundeskriminalamt wurde 1951 gegründet. Es zählt heute über 5.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 70 Berufen. Standorte sind Wiesbaden, Meckenheim bei Bonn und Berlin. Grundsätzlich liegt nach der Verfassung die Polizeihoheit in Deutschland bei den Bundesländern. Um aber den Kampf gegen die Kriminalität national und international zu koordinieren, unterstützt das BKA als Zentralstelle den Bund und die Länder. Dabei geht es um Straftaten mit länderübergreifender, internationaler oder sonst erheblicher Bedeutung.

Die richtigen Befugnisse für eine starke Behörde

Die Kanzlerin würdigte die polizeiliche Arbeit der Behörde und unterstrich seine Bedeutung. "Das Bundeskriminalamt muss stark sein, und es muss die richtigen Befugnisse haben", so Merkel. Es müsse immer zweckmäßig vorgegangen werden. Dazu wies die Bundeskanzlerin unter anderem auf die Verlängerung der Anti-Terror-Gesetze durch das Kabinett hin.

Herausforderungen durch den internationalen Terrorismus

BK Angela Merkel Teilnahme Festakt 60 Jahre Bundeskriminalamt 18.08.2011 Bild vergrößern Rede Merkel zu 60 Jahre BKA Foto: REGIERUNGonline / Ehlers

In ihrer Rede ging Merkel auch auf die Herausforderungen des internationalen Terrorismus ein. Der Terrorismus und die organisierte Kriminalität hätten heute eine völlig neue Dimension, eine neue Bewertung der Bedrohungslage sei angebracht.

Organisierte Kriminalität und Terrorismus machen an nationalen Ländergrenzen nicht halt. Die Kanzlerin rief zu Wachsamkeit auf. "Der Terror von heute hat viele Gesichter", sagte Merkel. In diesem Zusammengang erinnerte sie an islamistische Terroristen und den Attentäter von Norwegen.

Merkel verurteilte auch die jüngsten Brandstiftungen an Autos und Kinderwagen in Berlin: "Was ist das für ein Verhalten, Kinderwagen im Hausflur in Brand zu stecken und mutwillig Leben aufs Spiel zu setzen." Die Bundesregierung werde den Polizeibehörden bei ihrer Arbeit gegen solche Auswüchse den Rücken stärken.

Aufgaben des Bundeskriminalamtes:

  • Im BKA laufen die wichtigsten Nachrichten der Polizeien aus dem In- und Ausland zusammen. Hier liegen an zentraler Stelle Informationen über Straftaten und Straftäter.

  • Das BKA erforscht und entwickelt ständig neue Methoden zur Kriminalitätsbekämpfung. So befindet sich die Polizei immer auf dem neuesten Stand von Wissenschaft und Technik.

  • Das BKA hilft den Länderpolizeien, Erkenntnisse auszutauschen und sich Doppelarbeit zu ersparen. Zu diesem Zweck unterhält das BKA eine Reihe zentraler Einrichtungen wie zum Beispiel das Automatisierte Fingerabdruck-Identifizierungssystem oder die Fahndungsdatei. 

  • Dem BKA obliegt auch der Schutz der Mitglieder der Verfassungsorgane des Bundes: Es gewährt Personenschutz für den Bundespräsidenten, Mitglieder des Bundestages und des Bundesrates, des Bundesverfassungsgerichts und der Bundesregierung, in besonderen Fällen auch ihrer ausländischen Gäste.

Donnerstag, 18. August 2011