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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Montag, 26. Januar 2015

Laufende Nr.:
31
Ausgabejahr:
2015

Bundeskanzlerin Merkel stellt Initiative für verbessertes globales Krisenmanagement im Gesundheitsbereich vor

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, teilt mit:

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, teilt mit:

Die Bundeskanzlerin wird am 27. Januar im Rahmen der Konferenz der globalen Impfallianz GAVI eine Initiative für die Verbesserung des internationalen Krisenmanagements im Gesundheitsbereich vorstellen.

Die Initiative der Bundeskanzlerin zieht die Lehren aus der Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika und unterbreitet konkrete Vorschläge für ein verbessertes globales Krisenmanagement. Sie wird gemeinsam mit dem derzeitigen Vorsitzenden der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, dem ghanaischen Staatspräsidenten John Dramani Mahama, und der Ministerpräsidentin des Königreichs Norwegen, Erna Solberg, in die Vereinten Nationen eingebracht. ECOWAS schließt die von der aktuellen Ebola-Epidemie besonders betroffenen Staaten Liberia, Sierra Leone und Guinea ein.

Die Initiative umfasst folgende sechs Punkte:

• Aufstellung eines schnell einsatzbereiten und in Krisengebiete verlegbaren Kontingents von Ärzten und medizinischem Personal („Weißhelme“);
• Beschleunigung der Verbringung von medizinischem Material (u.a. Feldhospitäler, mobiler Labore, Schutzbekleidung) in die Krisengebiete.
• Einrichtung von Fonds zur Bereitstellung schnell abrufbarer finanzieller Hilfsmittel;
• Anpassung der organisatorischen Strukturen der Vereinten Nationen an die globalen Herausforderungen durch Epidemien;
• Stärkung der Basis-Gesundheitssysteme in besonders bedrohten Staaten;
• Schaffung von Anreizen zur Erforschung und Produktion von Medikamenten und Impfstoffen gegen vernachlässigte Krankheiten.

Die Initiative erfolgt im 70. Jahr des Bestehens der Vereinten Nationen und fördert die Stärkung und Anpassung ihrer Strukturen an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.
Deutschland unterstreicht damit sein Engagement für die Vereinten Nationen und seine Bereitschaft für die Übernahme von mehr Verantwortung. Die Stärkung der zivilen Krisenprävention und des zivilen Krisenmanagements sind elementare Bestandteile der deutschen Politik in den Vereinten Nationen.

Die Initiative folgt der mit den Partnern abgestimmten Schwerpunktsetzung des Vorsitzes Deutschlands in der G7.

Technischer Hinweis:

Die Einladung zur Akkreditierung ist bereits gesondert durch das BMZ erfolgt.