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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Samstag, 10. Oktober 2020

Laufende Nr.:
360
Ausgabejahr:
2020

Bundeskanzlerin Merkel gratuliert dem Welternährungsprogramm zum Friedensnobelpreis: "Wir werden den Hunger in der Welt nur gemeinsam in den Griff bekommen."

Anlässlich des Welternährungstages der Vereinten Nationen (16.10.) und unter dem Eindruck der Bekanntgabe des Friedensnobelpreises an das Welternährungsprogramm hat Bundeskanzlerin Merkel an die gemeinsame Verantwortung der Welt im Kampf gegen den Hunger erinnert. 

Dass der Friedensnobelpreis dieses Jahr an das Welternährungsprogramm ging, habe sie sehr gefreut. Die Kanzlerin sagt in ihrem wöchentlichen Video-Podcast: "Ich gratuliere von Herzen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Programms, die sich weltweit und häufig unter schwierigsten Umständen und unter großen persönlichen Entbehrungen im Kampf gegen den Hunger engagieren. Mit dem Preis wird ihre großartige Arbeit gewürdigt. Zugleich ist die Preisverleihung eine Anerkennung für das Bekenntnis zu internationaler Verantwortung und internationaler Solidarität."

Sie erinnert auch an die Vereinbarungen der G7-Staaten, die 22 Milliarden Dollar zur Unterstützung der globalen Ernährungssicherheit zugesagt haben und an die Agrarreformen, die im Kreis der G20 beschlossen wurden. Trotzdem sei die Lage weiterhin angespannt. "Dass derzeit trotz des erklärten Ziels der Weltgemeinschaft, den Hunger der Welt bis 2030 besiegen zu wollen, und trotz des großen Einsatzes des Welternährungsprogramms mehr als 820 Millionen Menschen Hunger leiden müssen, kann uns nicht ruhen lassen", sagt Merkel. 

Angesichts der Folgen des Klimawandels müsse das Welternährungssystem nachhaltiger werden, so Merkel. "Das gelingt nur durch internationale Maßnahmen und weltweite Solidarität." Deutschland investiert pro Jahr etwa eineinhalb Milliarden Euro in die Ernährungssicherheit und die ländliche Entwicklung in bedürftigen Regionen. Damit ist Deutschland der drittgrößte Geber weltweit. Ziel sei es, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. 

In ihrem Podcast wirft die Kanzlerin auch einen Blick auf die Situation hierzulande: Deutschland könne sich glücklich schätzen, eine leistungsfähige Landwirtschaft und eine professionelle Lebensmittelwirtschaft zu haben. "Wir wollen, dass das so bleibt. Mit innovativer Forschung sowie einer immer stärkeren Digitalisierung gerade in der Landwirtschaft stellen wir hierfür die Weichen", so Merkel. Die Bundesregierung investiere ab dem nächsten Jahr eine knappe Milliarde Euro in die Bereiche Nachhaltigkeit, Forschung und Innovation.

Hinweis: Der Video-Podcast ist heute, Samstag, ab 10:00 Uhr unter www.bundeskanzlerin.de abrufbar. Unter dieser Internetadresse ist dann auch der vollständige Text zu finden.