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Kanzlerin besucht UnternehmerTUM in Garching

Brutstätte für Start-up-Unternehmen

Bundeskanzlerin Merkel hat sich von den Entrepreneurship-Aktivitäten der Technischen Universität München mehr als beeindruckt gezeigt. Beispielhaft in Deutschland seien die Hilfeleistungen und Anregungen aber auch die Fertigungsmöglichkeiten für junge Unternehmer, so die Bundeskanzlerin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht UnternehmerTUM. Merkel begrüßt den Gründergeist junger Unternehmer. Foto: Bundesregierung/Bergmann

Seit 1990 sind am Standort Garching mehr als 700 Unternehmen mit heute rund 14.000 Arbeitsplätzen hervorgegangen. Angela Merkel sprach mit Gründern von TUM-Start-ups, UnternehmerTUM-Gesellschafterin Susanne Klatten und TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann. Sie betonte die große Bedeutung der Gründungsförderung für die Innovationsfähigkeit Deutschlands.

UnternehmerTUM beispielhaft in Deutschland

"Das Zentrum ist eine Brutstätte – im besten Sinne des Wortes – für innovative Start-ups", sagte die Kanzlerin. "Hier fließt das gesamte Wissen einer herausragenden Technischen Universität ein, hier fließt aber auch das gesamte Wissen eines klassischen gewachsenen Industriestandorts wie München ein, und hier fließt die Innovationskraft junger Unternehmerinnen und Unternehmer ein." Die Region München sei damit beispielhaft für andere Orte in Deutschland.

Die TUM und die UnternehmerTUM GmbH bieten Gründerteams Beratung und Begleitung von der Entwicklung eines Geschäftsmodells bis zum Team-Building-Workshop, vom Management-Training bis zur Suche nach Investoren. Die Start-ups finden alle Angebote unter einem Dach: im europaweit einmaligen Entrepreneurship Center auf dem Campus Garching, das in diesem Jahr eröffnet wurde.

Austausch von Praxis und Forschung

Bei ihrem Rundgang besichtigte die Bundeskanzlerin auch die Hightech-Werkstatt "MakerSpace". Dort können Start-ups die Ausrüstung für den Bau von Prototypen und Kleinserien nutzen. Büros für die Startphase der Gründung stehen im Entrepreneurship Center zur Verfügung. Im selben Gebäude forschen die vier Professuren des TUM Entrepreneurship Research Institute, sodass sich Praxis und Forschung optimal austauschen können. Diese Konstellation ist ein deutsches Novum.

Rückenwind vom Staat

Auch der starke deutsche Mittelstand sei nicht von alleine entstanden, betonte Merkel. "Wir verkennen manchmal, wie wichtig heute staatliche Förderung, politische Rahmenbedingungen, Beratung und die Hilfe von Netzwerken sind." Die Bezugsgrößen müssten die USA, Israel und zunehmend auch China sein. "Wir sind nicht immer so schnell, wie wir sein müssten."

Erfolgreich war die TUM auch beim "EXIST IV Gründungskultur"-Wettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums. Sie wird von 2011 bis 2016 mit insgesamt 2,7 Millionen Euro gefördert.

Freitag, 04. September 2015