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Australischer Premier in Berlin

Beziehungen werden belebt

Die deutsch-australischen Beziehungen sollen intensiviert werden. Das erklärte die Bundeskanzlerin nach dem Gespräch mit Premierminister Turnbull. Anregungen dafür enthält ein Bericht, den eine deutsch-australische Beratergruppe jetzt vorgelegt hat.

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt Australiens Premierminister Malcolm Turnbull mit militärischen Ehren. Australiens Premier Turnbull ist zu einem Antrittsbesuch nach Berlin gekommen. Foto: Bundesregierung/Kugler

Der australische Regierungschef Malcolm Turnbull kam auf seiner Europareise zu einem Antrittsbesuch nach Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel empfing ihn im Kanzleramt.

Abschlussbericht vorgelegt

In der anschließenden Pressekonferenz begrüßte Merkel den Abschlussbericht der deutsch-australische Beratergruppe. Er enthält Vorschläge zur Belebung der deutsch-australischen Beziehungen. Erarbeitet wurde der Bericht im vergangenen Jahr unter Federführung von Staatsministerin Maria Böhmer und des australischen Finanzministers Mathias Cormann. Eine Initiative, die auf den G20-Gipfel in Brisbane 2014 zurückgeht.

Der Bericht, so die Kanzlerin, decke die Breite der bilateralen Beziehungen ab. Sie hob die Bereiche Sicherheitsdialog, Wissenschaft und Bildung sowie Integration von Flüchtlingen hervor. Merkel wies auch auf die Erneuerung des Doppelbesteuerungsabkommens hin und merkte an: "Mit diesem Bericht sind alle Voraussetzungen gegeben, dass die deutsch-australischen Beziehungen intensiviert werden." Die Lebendigkeit kehre mit diesem Bericht zurück. In einem Jahr werde dann der Bericht zur Implementierung der Vorschläge vorgelegt, so Merkel.

Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen

Weitere Themen der Unterredung waren der Konflikt in Syrien und die staatliche Zusammenarbeit in Sicherheits- und Verteidigungsfragen. Im Januar 2013 war im Rahmen eines bilateralen Besuchs von Außenminister Robert Carr die "Berlin-Canberra-Absichtserklärung über eine strategische Partnerschaft" unterzeichnet worden.

Mehr Hochschulkooperationen

Die Anzahl der Partnerschaftsabkommen zwischen australischen und deutschen Hochschulen hat sich innerhalb der letzten 10 Jahre auf etwa 500 verdoppelt. Der rege Austausch zwischen Universitäten und Wissenschaftlern wird von deutscher Seite durch Stipendienprogramme, vor allem der Alexander von Humboldt-Stiftung und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), gefördert. Der DAAD unterhält dazu in Sydney ein DAAD-Informationszentrum und bietet damit eine erste Anlaufstelle für alle, die am Forschungs- und Bildungsstandort Deutschland interessiert sind.

Freitag, 13. November 2015