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Kanzlerin besucht IT-Schule

Berufseinstieg für Flüchtlinge mit IT-Expertise

Fachexpertise und ein gutes Netzwerk sind wichtige Zutaten für einen erfolgreichen Start in den Arbeitsmarkt. Dass dies auch IT-versierten Flüchtlingen gelingt, ist Ziel der gemeinnützigen "ReDI School". Dort tauschte sich Kanzlerin Merkel mit Studierenden, Lehrenden und beteiligten Unternehmen aus.

Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Besuch der "ReDI School of Digital Integration". Die gemeinnützige Programmierschule "ReDI School of Digital Integration" wurde 2016 gegründet. Foto: Bundesregierung/Steins

Am Anfang stand ein zufälliges Gespräch in einer Flüchtlingsunterkunft im Sommer 2015. Anne Kjaer Riechert, Mitgründerin der "ReDi School", traf dort auf einen jungen, IT-versierten Iraker. Nach dem Gespräch entwickelte sich die Idee: Während auf der einen Seite die IT-Branche händeringend Fachkräfte sucht, warten motivierte Flüchtlinge mit IT-Expertise auf die Chance eines Jobeinstiegs. Dann ging es relativ schnell: Riechert suchte Unterstützer und gründete gemeinsam mit Partnern im Februar 2016 die "ReDI School of Digital Integration".

"ReDI" steht für Readiness und Digital Integration (deutsch: Einsatzbereitschaft und Digitale Integration). Die "ReDI School" ist eine 2016 gegründete gemeinnützige Programmierschule mit Sitz in Berlin. Entwickler und Programmierer aus IT-Unternehmen bieten den technikinteressierten Geflüchteten ehrenamtlich Programmierunterricht. Von großer Bedeutung ist die Vernetzung der Studierenden mit Start-ups und der Digitalwirtschaft.

Bundeskanzlerin Angela Merkel informierte sich vor Ort über die Arbeit der Schule und die Erfahrungen der Studierenden, Lehrenden und Absolventen. Die ReDI-School sei ein Ort, in dem sich Menschen einbringen. Natürlich seien bei der Integration der Flüchtlinge Probleme zu lösen. Es zeigten sich aber auch viele Fortschritte beim Bemühen, "dass diejenigen, die eine individuelle Bleibeperspektive haben, hier auch Fuß fassen". Da Deutschland gerade im IT-Bereich jede Fachkraft brauche, seien hier "die Chancen natürlich auch besonders groß".

Programmiersprache an erster Stelle

Der Fokus der ReDI-School lag von Anfang an auf der Programmiersprache – ihr gehöre die "Zukunft unserer Kommunikation", ist Riechert überzeugt. Um diese Potenziale der Geflüchteten zu heben, haben die Gründer von Beginn an eng mit Unternehmen kooperiert. Mit Erfolg: erste Absolventen wurden bereits in eine feste Anstellung übernommen – "für uns die schönste Bestätigung unserer Arbeit", freut sich Riechert. Unterstützt wird die Schule bei ihrer Arbeit von Partnern aus der Wirtschaft.

Die ersten Klassen der ReDI-School starteten mit 40 Studenten – mittlerweile sind es schon 135. Die meisten kommen aus Syrien, aber auch aus Afghanistan, Eritrea oder Irak. Ein Kurs dauert in der Regel drei Monate. Nach erfolgreichem Abschluss erhält jeder Absolvent ein Zertifikat. Vor allem aber öffnen sich durch die geknüpften Kontakte wichtige Türen zu Unternehmen und potentiellen Arbeitgebern.

Erste Start-Ups gegründet

Einige Absolventen haben auch bereits ihr eigenes Start-Up gegründet – wie etwa "Bureaucrazy". Diese kostenlose App soll Flüchtlingen und anderen neu ankommenden Menschen den Weg durch die deutschen Behörden erleichtern.

Die Kanzlerin war dankbar für den Austausch mit den Studenten und Mentoren der ReDI-School. Die Schule zeige beispielhaft, dass für eine erfolgreiche Integration der regelmäßige Kontakt in die Arbeitswelt hilfreich sei. Hier könne man gar nicht genug schauen, wie man Flüchtlinge darin unterstützen könne.

Dienstag, 25. April 2017

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