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Mitschrift Pressekonferenz

Begrüßungsstatements von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Wladimir Putin am 10. Mai 2015 in Moskau

(Die Ausschrift des fremdsprachlichen Teils erfolgte anhand der Konsekutivübersetzung)

PRÄSIDENT PUTIN: Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, guten Tag!

Vor allem möchte ich Ihnen dafür danken, dass Sie zu uns gekommen sind, um das Gedenken an die Menschen zu ehren, die im Zweiten Weltkrieg, im Großen Vaterländischen Krieg, im Kampf gegen den Nationalsozialismus gefallen sind.

Sie wissen ja, dass wir sehr viel dafür getan haben, dass sich die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland gegenwärtig möglichst erfolgreich weiterentwickeln können. In dieser Richtung haben wir Einiges erreichen können.

Heute sehen wir uns mit bekannten Problemen konfrontiert. Je zügiger diese Probleme aufhören, sich negativ auf unsere Beziehungen auszuwirken, desto besser ist das. Wir werden das von unserer Seite anstreben.

Ich hoffe, dass wir in unserem heutigen Gespräch über die bilateralen Beziehungen sowie über die Entwicklung der Beziehungen zwischen der Russischen Föderation und der Europäischen Union insgesamt sprechen können. Natürlich, hoffentlich werden wir auch über die aktuellsten Probleme reden können, insbesondere über die Lage in der Ukraine.

Herzlich willkommen in Moskau!

BUNDESKANZLERIN MERKEL: Ich bedanke mich, dass ich heute hier sein kann. Es war mir ein Bedürfnis, anlässlich des 70. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges auch derer zu gedenken, der Millionen Opfer zu gedenken, die die damalige Sowjetunion gebracht hat, und den Menschen in Russland zu sagen, dass wir uns vor diesen Opfern verneigen.

Wir haben aus den bitteren Erfahrungen der Geschichte gelernt, dass wir daran arbeiten müssen, auch in schwierigen Situationen und eine solche schwierige Situation haben wir im Augenblick diese mit friedlichen Mitteln und mit diplomatischen Mitteln zu überwinden.

Deshalb ist es gut, dass wir heute die Möglichkeit haben, über die bilateralen Beziehungen zu sprechen, über die Beziehungen zwischen der ganzen Europäischen Union und Russland und natürlich auch über die Entwicklung und die territoriale Integrität der Ukraine.

Ich freue mich auf die Gespräche und danke, dass ich hier sein kann.

Sonntag, 10. Mai 2015