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Energiewende

Ausbau der Stromnetze forcieren

"Die Energiewende, so wie wir sie vor einem Jahr beschlossen haben, ist machbar." Bundeskanzlerin Angela Merkel trat beim Besuch der Bundesnetzagentur in Bonn allen Zweiflern an der Energiewende entgegen. Es bleibe beim Ausstieg aus der Atomkraft bis zum Jahr 2022.

Die Bundesregierung habe die Verwaltungsprozesse beschleunigt. Die aktuellen Rückstände seien aufholbar, so die Kanzlerin weiter. Ziel sei es, den Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie den Netzausbau mit einer bezahlbaren und sicheren Stromversorgung zusammenzubringen.

"Bei den großen Übertragungsnetzen sind wir in vielen Projekten im Rückstand", hatte die Bundeskanzlerin jüngst in ihrer Videobotschaft angemerkt. Deshalb wolle sie sich darüber informieren, was politisch getan werden könne, um die Energiewende zu beschleunigen.

Merkel besuchte die Bundesnetzagentur zusammen mit Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und Umweltminister Peter Altmaier.

Ganze Gesellschaft einbeziehen

"Wir wollen den Umstieg auf die Erneuerbaren Energien beschleunigen und möglichst die ganze Gesellschaft in diesen Prozess einbeziehen." Das sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, beim gemeinsamen Presseauftritt mit der Bundeskanzlerin in Bonn. Ohne einen Umbau der Stromnetze liefen die Fortschritte bei der Nutzung Erneuerbarer Energien ins Leere.

Netzentwicklungsplan – starke Nord-Süd-Leitungen

Mast einer Stromleitung vor blauem Himmel Bild vergrößern Tausende Kilometer neue Leitungen Foto: BilderBox

Die Übertragungsnetzbetreiber überreichten Merkel den Entwurf des ersten nationalen Netzentwicklungsplans. Schwerpunkt seien leistungsstarke Nord-Süd-Leitungen, erklärten die Betreiber. Sie sollen die verbrauchsstarken, vom Atomausstieg besonders betroffenen Regionen im Südwesten mit dem durch den Zubau an Windenergie geprägten Norden verbinden.

Für die Energiewende müssen Tausende Kilometer neue Stromleitungen gebaut werden. Der Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom enthält alle Maßnahmen, die aus Sicht der Netzbetreiber innerhalb der nächsten zehn Jahre für ein sicheres Übertragungsnetz erforderlich sind.

Dienstag, 29. Mai 2012