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Auf neue Herausforderungen einstellen

Noch bis zum Samstag nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel am Gipfeltreffen der Staats-und Regierungschefs der Nato teil. In Lissabon will das Bündnis ein neues Strategisches Konzept verabschieden.

Von Lampen und Kameras umringt ist das Emblem der NATO am Donnerstag. Neues Strategisches Konzept Foto: picture alliance / dpa

Es gibt vier wesentliche Schwerpunkte. Neben der strategischen Neu-Ausrichtung wird die Frage einer gemeinsamen Raketenabwehr besprochen werden. An den Beratungen zum Einsatz in Afghanistan wird auch Präsident Hamid Karsai teilnehmen. Mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew werden gemeinsame Sicherheitsinteressen sowie die Unterstützung für den Afghanistan-Einsatz erörtert. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird von Außenminister Guido Westerwelle und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg begleitet. 

Verabschiedung eines neuen Konzepts 

Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat diesen Nato-Gipfel als einen der wichtigsten in der Geschichte der Allianz bezeichnet. Grund für diese Aussage ist die Tatsache, dass ein neues Strategisches Konzept verabschiedet werden soll. Es ist das Dritte nach dem Ende des Kalten Krieges. Es soll die Nato auf die neuen Bedrohungen in einer globalisierten Welt ausrichten, ohne dass allerdings die klassischen Aufgaben des Bündnisses vernachlässigt werden.

Das derzeitige Konzept stammt aus dem Jahre 1999. Damals hatte das Atlantische Bündnis noch 19 Mitgliedstaaten, heute sind es 28. 

Der Vorschlag für die Erarbeitung eines neuen Konzepts stammt von der Bundeskanzlerin. Sie hatte auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2006 angeregt, dass sich die Nato aufgrund der veränderten Bedrohungslagen und auch aufgrund der veränderten Mitgliederzahl an die Aufgabe machen solle. Der Auftrag ist offiziell auf dem letzten Nato-Gipfel in Straßburg-Kehl im April 2009 ergangen.

Freitag, 19. November 2010