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Ansprache von Bundeskanzlerin Merkel beim Empfang für die deutschen Teilnehmer der 42. Berufsweltmeisterschaft WorldSkills 2013

Redner:
Angela Merkel
Datum:
Donnerstag, 11. Juli 2013
Ort:
Berlin

in Berlin

Ansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich des Empfangs für die deutschen Teilnehmer der 42. Berufsweltmeisterschaft WorldSkills 2013 am 11. Juli 2013 im Bundeskanzleramt

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Niehaus,
liebe Mitglieder des deutschen Teams von WorldSkills,

ich heiße Sie ganz herzlich hier im Bundeskanzleramt willkommen und gratuliere Ihnen zu Ihren Spitzenleistungen. Schon allein die WM-Teilnahme ist eine Riesenauszeichnung. Hinzu kommt, wie wir hier sehen, dass einige eine Medaille ergattert haben.

Es war die 42. Berufsweltmeisterschaft. Ich glaube, man kann sagen, dass mit ihr auch deutlich wurde, was die Wirtschaftsstärke unseres Landes ausmacht: das Wissen und Können der Fachkräfte. Deshalb war es auch sehr schön, dass die Weltmeisterschaft dieses Mal in Leipzig stattgefunden hat. Ich finde, Deutschland hat das verdient. Leipzig hat es natürlich auch verdient – nicht nur, weil ich dort studiert habe.

In der vergangenen Woche konnten Sie sich mit Auszubildenden und jungen Fachleuten aus der ganzen Welt messen. Zwei Drittel von Ihnen haben einen Titel, eine Exzellenzauszeichnung oder sogar eine Medaille errungen. Das ist toll. Ihnen allen einen herzlichen Glückwunsch – insbesondere den beiden Goldjungs: Björn Bohmfalk als Fliesenleger und Andreas Schenk als Stuckateur und Trockenbauer.

Wie ich schon gesagt habe: Allein die WM-Teilnahme ist ja schon ein Erfolg an sich. Ich glaube, die WorldSkills insgesamt sind eine Superidee. Man kommt weltweit miteinander in Kontakt. Man stellt sich gemeinsam einem harten Wettbewerb. Man sieht, wie viele spannende Ausbildungsberufe es gibt.

Ich glaube – das werden Sie vielleicht auch bemerkt haben –, dass unser duales Ausbildungssystem ein gutes Ausbildungssystem ist. Ich darf Ihnen auch verraten, dass Fachkräfte mehr denn je gefragt sind. Das wird sich in den nächsten Jahren sogar noch verstärken. Deshalb haben wir gerade auch in den letzten Tagen sehr häufig darüber gesprochen, dass duale Berufsausbildung und Hochschulqualifikation zwei Säulen sind, die jeweils ihre Stärken haben und daher nicht gegeneinander ausgespielt werden sollten. Wir haben darüber gesprochen, dass wir mehr Durchlässigkeit vom dualen Ausbildungssystem hin zur Hochschule brauchen, aber auch mehr Durchlässigkeit für diejenigen, die ein Hochschulstudium begonnen haben, nicht fertig geworden sind und vielleicht in das duale Berufsausbildungssystem wechseln wollen.

Wir haben insgesamt eine tolle Ausbildungslandschaft. Die duale Ausbildung beruht darauf, dass es Betriebe gibt, die sich eben zur Ausbildung bereit erklären. Deshalb ein Dankeschön an alle, die Auszubildende in ihren Betrieben aufnehmen. Das bedeutet auf den ersten Blick zusätzlich Arbeit, auf den zweiten Blick aber auch eine große Bereicherung.

Ich danke natürlich auch dem WorldSkills-Team ganz herzlich für die tolle Organisation. Nach 40 Jahren hat diese Veranstaltung wieder in Deutschland stattgefunden. 46 Berufe wurden präsentiert, über 1.000 junge Menschen waren dabei. Bewahren Sie sich die Erinnerung daran in Ihrem Herzen. Wenn Sie älter werden, geben sie auch an andere junge Leute weiter, was es für einen Spaß machen kann, wenn man sich anstrengt.

Noch einmal herzlich willkommen hier im Bundeskanzleramt. Ich habe sonst oft Delegationen von „Jugend forscht“ hier zu Gast. Heute sind Sie hier. Ganz toll. Alles Gute auf Ihrem weiteren Lebensweg.

Donnerstag, 11. Juli 2013