Alles für offene Märkte tun

Transatlantisches Freihandelsabkommen Alles für offene Märkte tun

Auf dem Tag der Deutschen Industrie hat sich die Bundeskanzlerin erneut für Freihandelsabkommen als Instrument für den Handel ausgesprochen. Mit Blick auf Wachstumsschwächen in Europa würdigte sie besonders die Chancen des TTIP.

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht auf dem Deutschen Handwerkstag.

Die Vorteile von TTIP seien von unschätzbarem Wert, so Merkel auf dem Deutschen Handwerkstag

Foto: Bundesregierung/Kugler

Es gelte nun alles zu nutzen, um die beiden größten Binnenmärkte mit einem Freihandelsabkommen zu verbinden. „Wann wenn nicht jetzt ist die richtige Zeit dafür?“ sagte Angela Merkel am Dienstag in ihrer Rede beim Tag der Deutschen Industrie.

Annäherung der Wirtschaftsräume

In ihrem wöchentlichen Videopodcast hatte Merkel die Annäherung der Wirtschaftsräume unterstützt: "Die zwei größten Wirtschaftsräume, die Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäische Wirtschaftsraum, können nur voneinander gewinnen, wenn sie die ganzen Handelshemmnisse, seien es Zollschranken oder aber auch nicht-tarifäre Handelshemmnisse, abbauen."

Vorteile überwiegen

Auch auf dem Deutschen Handwerkstag am 19. September sprach Merkel das Handelsabkommen an: Es sei für sie klar, dass die Vorteile die vermeintlichen Nachteile weit überstiegen. Weder der Verbraucherschutz noch der Umweltschutz in Europa würden eingeschränkt. "Rote Linien werden nicht überschritten"

Was an Horror- und Schreckensszenarien ausgebreitet wird, werde es nicht geben. "Weder wird das Chlorhühnchen Einzug halten, noch werden in Zukunft gentechnisch veränderte Lebensmittel in die Europäische Union importiert werden können", sagte die Kanzlerin.

Zu der massiven Kritik an dem geplanten Abkommen, sagte die Kanzlerin, die Bundesregierung bemühe sich, aufzuklären. Bundeswirtschaftsminister Gabriel hat dazu einen Beirat dazu gegründet.

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