Navigation und Service

Inhalt

Finanz- und Wirtschaftstreffen

Alle Teile der Welt partizipieren lassen

Inklusives Wachstum soll zu Wohlstand für alle führen - weltweit und nicht nur in entwickelten Industriestaaten. Wie dies zu fördern sei, dazu kam Bundeskanzlerin Merkel in Berlin mit den Vorsitzenden von OECD, WTO, ILO, IWF und Weltbank zu ihrem neunten Treffen zusammen.

Die Kooperation der multilateralen Organisationen sei von allergrößter Bedeutung für ein gutes wirtschaftliches Wachstum, so Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Abschluss des Treffens. Es komme unter den Bedingungen der Globalisierung und Digitalisierung auf die gedeihliche Entwicklung aller Teile der Welt an.

Teilnehmer des Spitzentreffens in Berlin waren OECD-Generalsekretär Angel Gurría, WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo, ILO-Generaldirektor Guy Ryder, die Geschäftsführende Direktorin des IWF Christine Lagarde und der Präsident der Weltbankgruppe Jim Yong Kim. Das jährliche informelle Treffen fand bereits zum neunten Mal statt.

Auf Sorgen der Menschen eingehen

Eine Zunahme der Sorgen über die Auswirkungen der Globalisierung sei unverkennbar, erklärte die Bundeskanzlerin. Grund dafür sei, dass die Menschen weltweit unterschiedlich an bestimmten Entwicklungen partizipierten. "Deshalb hat uns heute auch das Thema des inklusiven Wachstums beschäftigt. Darüber haben wir gesprochen."

Merkel erinnerte daran, dass Deutschland immer auf soziale Marktwirtschaft gesetzt habe. "Die letztlich immer Wohlstand für alle und Wohlstand nicht nur für einige bedeutet hat." Wie dies durch vernünftige internationale Vernetzung besser zum Wohle von uns allen zu leisten sei, dazu hätten die Organisationen ihre Beiträge geleistet, berichtete die Bundeskanzlerin.

Schwerpunkte der G20-Präsidentschaft

Angesichts der deutschen G20-Präsidentschaft habe das Treffen eine besondere Bedeutung, so Merkel weiter. Alle Teilnehmer begrüßten, dass sich Deutschland in seiner G20-Präsidentschaft ganz besonders des Themas Afrika angenommen habe. Das Thema "Compact with Africa" fand besondere Unterstützung.

Eine gute wirtschaftliche Entwicklung und zwar in allen Teilen der Welt könne die Ursachen von Flucht und Migration am besten minimieren, erklärte die Bundeskanzlerin. "Deshalb müssen wir genau daran arbeiten", sagte sie.

Freier Welthandel hilft

In einem gemeinsamen Kommuniquée benannten die Teilnehmer einige der Entwicklungen, die auch Treiber der weltweiten Veränderungen sind. Dazu gehören die Digitalisierung, Bildung und Fragen der Handelspolitik. "Wir glauben, dass durch multilateralen Handel insgesamt die Gestaltung der wirtschaftliche Entwicklung und auch der Wohlstand vernünftiger gestaltet werden kann", so Merkel abschließend.

Montag, 10. April 2017