Navigation und Service

Inhalt

Demografiereise

Ältere Beschäftigte im Blick

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit einem Besuch bei dem Unternehmen Jena-Optronik ihre Demografiereise beendet. Sie lobte in Jena die Personalpolitik des Betriebs, die langfristig angelegt sei.

Die Bundeskanzlerin sieht bei der Fertigung einer Platine zu. Bundeskanzlerin Merkel im Fertigungsbereich von Jena Optronik Foto: Bundesregierung/Bergmann

In allen Teilen Deutschlands hat sich die Bundeskanzlerin Initiativen in Wirtschaft und Gesellschaft angeschaut, die Antworten auf den Bevölkerungswandel geben. Den demografischen Wandel bezeichnete Merkel als schleichende Veränderung, auf die Deutschland reagieren müsse. Insbesondere für die Mittelständler sei es wichtig attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen, um weiterhin ausreichend Fachkräfte zu bekommen.

"Es gibt in der Bundesregierung eine Demografiestrategie unter dem Motto Jedes Alter zählt", sagte Merkel. "Hier konnte ich mich davon überzeugen, dass das gelebt wird und dass das Alltag ist, dass die Älteren von den Jüngeren lernen. Dass die Jüngeren auch ihr Wissen anwenden können und das, was sie zusätzlich aus ihrer Ausbildung mitbringen, auch einbringen können."

Unternehmenserfolg durch das Miteinander der Generationen

Schon seit 2005 beschäftigt sich Jena-Optronik mit demografieorientierter Personalpolitik. Um Spitzenleistungen zu produzieren, muss das Unternehmen für Weltraumtechnik langfristig die Weitergabe von Know-how sicherstellen.

Im Projekt 55+ wurde mit den älteren Beschäftigten diskutiert, wie sie möglichst lange gesund, fit und motiviert im Unternehmen bleiben. Mittlerweile gibt es beispielsweise spezielle Trainingsprogramme, die besonders auf das Lernverhalten dieser Altersstufe abgestimmt sind.

Auch die Frage, wie die Älteren ihr Wissen und ihre Erfahrungen ins Unternehmen einbringen können, ist Thema bei Jena-Optronik. Nicht zuletzt setzt die Firma auf eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Merkel wies auf die Beteiligung des Landes Thüringen hin, das intensiv an der Weiterverbreitung des Programms 55+ arbeite. Und auch die Stadt Jena spiele eine entscheidende Rolle. Heute schon werde hier generationsübergreifend und in Netzwerken gedacht.

Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Dem Dialogprozess mit Ländern, Kommunen und Unternehmen misst die Bundeskanzlerin eine besonders hohe Bedeutung zu. Am 14. Mai wird die Bundeskanzlerin beim zweiten Demografiegipfel über Antworten auf die Bevölkerungsentwicklung sprechen. Dabei wird sie auch die Erfahrungen ihrer Demografiereise mit einfließen lassen.

Donnerstag, 02. Mai 2013