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Demografiegipfel

"Gemeinsam richtige Antworten geben"

Deutschland verändert sich: Wir leben länger und gesünder. Wir werden aber auch immer weniger und die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. Über die Folgen dieser Herausforderungen hat die Bundesregierung auf ihrem ersten Demografiegipfel mit Vertretern aus allen gesellschaftlichen Bereichen beraten.

Bundeskanzlerin Merkel während ihrer Rede auf dem Demografiegipfel "Wir können voneinander lernen" Foto: Bundesregierung/Denzel

Die Demografiestrategie der Bundesregierung nimmt die Veränderungen der Gesellschaft als Gesamtheit in den Blick. Ziel ist es, jedem Einzelnen entsprechend seinem Alter und seiner Lebenssituation neue Wege für ein erfülltes Leben zu eröffnen. Arbeitnehmer sind genauso gefordert wie Arbeitgeber, Alte wie Junge, die Bevölkerung auf dem Land ebenso wie in den Städten.

Von Altersarmut bis Integration

Zahlreiche Maßnahmen sind nur gemeinsam mit Ländern, Kommunen, Verbänden, Sozialpartnern und anderen Akteuren der Zivilgesellschaft zu realisieren. Zum Auftakt dieser Zusammenarbeit hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich zum ersten Demografiegipfel der Bundesregierung eingeladen.

Nach der Verabschiedung der Demografiestrategie gehe es nun darum, konkret zu werden und zu zeigen, wie viel schon auf den Weg gebracht sei, erklärte Friedrich bei der Eröffnung des Gipfels. Die Themen sind vielfältig: Sie reichen von der Bekämpfung künftiger Altersarmut bis zur Frage, wie sich Integration voranbringen und eine Willkommenskultur entwickeln lässt.

Aktiv auf Herausforderungen einlassen

Bundeskanzlerin Angela Merkel dankte allen Partnern, die die Einladung zur Zusammenarbeit angenommen haben. In ihrer Rede betonte die Kanzlerin, der demografische Wandel sei ein Thema, das jeden angehe, der in unserem Land Verantwortung trage. Neben der Globalisierung bringe er die wahrscheinlich größten Veränderungen des gesellschaftlichen Lebens in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts mit sich.

Wie auch die Globalisierung fordere der demografische Wandel neue Antworten: "Wir dürfen uns den Herausforderungen nicht verweigern, sondern müssen uns aktiv darauf einlassen. Dann werden sich auch die Chancen zeigen."

Vom Menschen her denken

Die Bundesregierung stoße mit der Demografiestrategie einen Dialog an, in den sie die ganze Gesellschaft einbeziehen wolle, sagte Merkel. Denn die Bundesregierung alleine könne die Antworten für die Gesellschaft mit Sicherheit nicht geben. Was aber herauskommen solle bei der Demografiestrategie, müsse mehr sein als nur die Summe aller einzelnen Anstrengungen. "Ich glaube, wir können voneinander lernen, wir können uns bereichern und gemeinsam die richtigen Antworten geben", sagte Merkel.

Im Mai nächsten Jahres sollten erste konkrete Antworten vorliegen, aber klar sei auch, dass die Aufgabe als solche weit über die Legislaturperiode hinausgehe. "Wir müssen es schaffen, die Probleme im Sinne der Menschen zu lösen und ihnen die Übergänge von einer Lebensphase in die andere leicht zu machen", betonte die Kanzlerin.

Strategie mit sechs Schwerpunkten

In neun Gruppen wird die Bundesregierung gemeinsam mit den Partnern die Themen der Demografiestrategie beraten.

Die Arbeitsgruppen orientieren sich an den sechs Handlungsfeldern der Strategie:

  1. Familie als Gemeinschaft stärken.
  2. Motiviert, qualifiziert und gesund arbeiten.
  3. Selbstbestimmtes Leben im Alter.
  4. Lebensqualität in ländlichen Räumen und integrative Stadtpolitik.
  5. Grundlagen für nachhaltiges Wachstum und Wohlstand sichern.
  6. Handlungsfähigkeit des Staates erhalten.

Donnerstag, 04. Oktober 2012