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Europäische Investitionsbank

"Europa braucht eine starke Wirtschaft"

Die Kanzlerin hat sich für mehr Wettbewerbsfähigkeit in Europa ausgesprochen. Haushaltskonsolidierung und Wachstum müssten keine Gegensätze sein, sagte sie auf einer Konferenz der Europäischen Investitionsbank. Für Griechenland sieht Merkel die Chance, das Hilfsprogramm erfolgreich abzuschließen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht auf der Konferenz der Europäischen Investitionsbank in Berlin. Merkel: Wirtschaftliches Wachstum ist Voraussetzung für die Überwindung der Arbeitslosigkeit. Foto: Bundesregierung/Denzel

Griechenland habe erste Reformvorschläge vorgelegt, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Auftakt der Konferenz in Berlin. Jetzt gelte es, diese Vorschläge zu spezifizieren und darüber mit der Europäischen Zentralbank, dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Kommission zu beraten.

"Auf dieser Grundlage wünsche ich mir für Griechenland eine gute Zukunft", fügte Merkel hinzu. Sie verwies ausdrücklich auf die Erfolge der anderen Reformländer Irland, Portugal und Spanien.

Wirtschaftliche Union fördern

Um Krisen zu überwinden, brauche Europa eine starke und wettbewerbsfähige Wirtschaft, so die Kanzlerin weiter. Zudem sei es gerade in der Währungsunion wichtig, "dass wir auch bereit sind, uns stärker wirtschaftspolitisch zu koordinieren."

Neben der fiskalpolitischen Konsolidierung sei eine Stärkung der Wirtschaftsunion wichtig. Letztlich sei die europäische Währungsunion nicht ohne eine Wirtschaftsunion möglich, sagte sie. "Das ist schon vor der Währungsunion von Jacques Delors gesagt worden und das haben wir noch umzusetzen."

Wachstum nötig im Kampf gegen Arbeitslosigkeit

Europa brauche noch einen langen Atem, um die Krise voll und ganz hinter sich zu lassen, sagte Merkel. Erneut unterstrich sie die Notwendigkeit weiterer Reformen. "Bei all dem fungierte die EIB immer wieder als Schrittmacher und Helfer." Denn wirtschaftliches Wachstum sei die Voraussetzung zur Überwindung der Arbeitslosigkeit, so die Kanzlerin.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) gehört den EU-Mitgliedstaaten und vertritt deren Interessen. Dabei arbeitet sie eng mit den EU-Organen zusammen, um die Politik der EU umzusetzen. Ihren Hauptsitz hat die EIB in Luxemburg. Die EIB unterstützt Projekte zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung sowie zur ökologischen Nachhaltigkeit in Europa und anderen Ländern. Präsident der Bank ist der ehemalige Staatminister im Auswärtigen Amt, Werner Hoyer.

Montag, 02. März 2015