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Zukunftsdialog

"Dreck-weg-Tag" für mehr Umweltschutz

Mit einem "Dreck-weg-Tag" wollen Schülerinnen und Schüler aus Hamburg auf das Problem der Vermüllung aufmerksam machen. Ihre Ideen zur Abfallvermeidung und -entsorgung hat die Schulklasse gemeinsam mit Umweltjugendverbänden der Kanzlerin und dem Bundesumweltminister in Berlin vorgestellt.

Kanzlerin Merkel und Umweltminister Altmaier begrüßen die Jugendlichen im Kanzleramt Gemeinsam für mehr Umweltschutz: Kanzlerin Merkel und Umweltminister Altmaier begrüßen die Jugendlichen im Kanzleramt Foto: Bundesregierung/Kugler

Entwickelt und eingereicht hatten die Gymnasiasten ihre Idee eines nationalen "Dreck-weg-Tages" als Aktionstag zur Säuberung der Umwelt im Rahmen des Zukunftsdialoges der Bundeskanzlerin im vergangenen Jahr. In einem Projekt gemeinsam mit der Naturschutzjugend Deutschland (NAJU) und weiteren Umweltjugendverbänden wird der Vorschlag in diesem und im nächsten Jahr in Form von jeweils einer Aktionswoche umgesetzt. 2013 steht das Problem der Vermüllung im Mittelpunkt, 2014 dann Möglichkeiten zur Abfallvermeidung.

Das Ziel: Vor allem Jugendliche auf die Problematik sowie auf die Tatsache aufmerksam zu machen, dass Abfall letztlich Rohstoff ist.

Projektstartschuss im Kanzleramt

Die Begegnung im Kanzleramt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Peter Altmaier gab den Startschuss dazu. "Wir wollen eine Gesellschaft haben, in der sich möglichst viele aktiv einsetzen", sagte Merkel.

An diesem Projekt gefalle ihr vor allem die zweistufige Herangehensweise. Wenn zunächst sichtbar werde, was es bedeute, den Dreck wieder zu beseitigen, erhöhe dies die Motivation, Abfall zu vermeiden. "Mich freut, dass Ihr Euch nicht nur berieseln lassen wollt, sondern selber etwas unternehmt", so die Kanzlerin.

Umweltministerium fördert das Projekt

Auch der Umweltminister unterstützt das Vorhaben. Aus seiner eigenen Erfahrung wisse er, dass die Menschen es als tolles Gemeinschaftserlebnis empfänden, bei Aktionstagen ihre Umgebung von Müll zu befreien. "Dieses Projekt ist dazu eine gute Sache und daher beteiligen wir uns gerne daran", sagte Altmaier.

Die Bundeskanzlerin und der Umweltminister lobten in dem Gespräch das Engagement der Hamburger Schülerinnen und Schüler und der Projektpartner aus den Umweltjugendorganisationen. Merkel: "Das Thema ist so wichtig, wir müssen daran kontinuierlich weiterarbeiten". Dazu bedürfe es immer auch Vorreiter.

Vermeiden - wiederverwenden - wiederverwerten

Das Projekt hat den griffigen Namen "Trashbusters". Geplant sind zwei Aktionswochen, 2013 gegen die Vermüllung ("Littering"), und 2014 unter dem Motto "Reduce, Reuse, Recycle" (vermeiden, wiederverwenden, wiederverwerten). Hunderte von Jugendgruppen bundesweit sind aufgerufen, sich kreativ an diesen Wochen zu beteiligen. Die kreativsten und öffentlichkeitswirksamsten Aktionen gegen Vermüllung werden bei einer Preisverleihung im Dezember 2013 ausgezeichnet.
2014 sollen die Jugendgruppen dann innovative Ideen zur Müllvermeidung entwickeln und vor Ort umsetzen. Die besten Ideen werden erneut prämiert. Projektbegleitend wird zielgruppengerechtes Umweltbildungsmaterial bereitgestellt, um die jugendlichen Teilnehmer mit Hintergrundwissen und praktischen Tipps zu versorgen. Eine App für Smartphones soll die Inhalte auf spielerische Weise vermitteln. Gemeinsam mit ihren Partnern aktiviert die NAJU je Aktionswoche mindestens 500 Jugendgruppen und ruft die Kreativwettbewerbe mit hochwertigen Sachpreisen aus.

Montag, 27. Mai 2013