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Menschen mit Behinderung

Ein Aktions-Plan für gleiche Rechte

In Deutschland gibt es einen Aktions-Plan. Das ist ein geschriebenes Programm. Darin steht, was für Menschen mit Behinderungen besser werden soll. Jetzt hat die Bundes-Regierung noch mehr Dinge in den Aktions-Plan geschrieben.

In einem Hör-Saal von einer Universität sind Studenten im Roll-Stuhl und Studenten ohne Behinderung. Menschen mit Behinderung sollen überall mitmachen können. Foto: JOKER

Warum gibt es den Nationalen Aktions-Plan?

Menschen mit Behinderung
haben die gleichen Rechte
wie Menschen ohne Behinderung.
Auf der ganzen Welt.
Das steht in der Vereinbarung über
die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Welt-Karte und blaue Fahne der Vereinten Nationen.Bild vergrößern Die Welt-Karte zeigt viele Länder. Foto: Photothek/Imo

Fast alle Länder auf der Welt haben
die Vereinbarung unterschrieben.
Auch Deutschland.
Das bedeutet:
Die Länder müssen machen,
was in der Vereinbarung steht.
Damit Menschen mit Behinderung
überall mitmachen und mitreden können.
Das geht nicht immer sofort.
Manche Dinge brauchen Zeit.

Deshalb hat die Bundes-Regierung
vor 5 Jahren einen Plan gemacht.
Dieser Plan heißt Nationaler Aktions-Plan.
National bedeutet:
Der Plan gilt nur für Deutschland.
Der Aktions-Plan ist ein geschriebenes Programm.

In dem Aktions-Plan steht:

  • Was will die Bundes-Regierung
    für Menschen mit Behinderungen machen?

  • Wie will die Bundes-Regierung das machen?

Drei Männer in blauer Arbeits-Kleidung stehen in einer Werkstatt. Sie unterhalten sie in Gebärden-Sprache.Bild vergrößern Im Aktions-Plan geht es auch um Arbeit. Foto: Burkhard Peter

Im Aktions-Plan
geht es um viele Dinge,
die im Leben wichtig sind.
Es geht zum Beispiel um

  • Arbeit
  • Bildung
  • Gesundheit
  • Freizeit
  • und vieles mehr.


Für wie viele Jahre ist der Aktions-Plan?

Der Aktions-Plan gilt für 10 Jahre:
vom Jahr 2011 bis zum Jahr 2021.
5 Jahre sind schon vorbei.
In diesen 5 Jahren ist viel erreicht worden.

Der Nationale Aktions-Plan
ist in 2 Teile aufgeteilt.

So sieht die erste Seite vom Nationalen Aktions-Plan aus.Bild vergrößern So sieht die erste Seite vom Aktions-Plan aus. Foto: BMAS

Der erste Teil vom Aktions-Plan heißt:
Nationaler Aktions-Plan 1.0.
Das spricht man: Eins Punkt Null.
Das heißt so viel wie:
Das ist der Anfang vom Aktions-Plan.

In Deutschland muss sich aber
noch mehr ändern.
Damit Menschen mit Behinderung
in Deutschland gut leben können.
Die Bundes-Regierung arbeitet deshalb
weiter am Aktions-Plan.

Der zweite Teil vom Aktions-Plan heißt
Nationaler Aktions-Plan 2.0.
Das spricht man: Zwei Punkt Null.
Der Aktions-Plan 2.0 ist die Fortsetzung
vom Aktions-Plan 1.0.

Der Nationale Aktions-Plan 2.0

Die Bundes-Kanzlerin, die Bundes-Ministerinnen und die Bundes-Minister sitzen an einem großen Tisch.Bild vergrößern Die Mitglieder der Bundes-Regierung bei einer Sitzung. Foto: Bundesregierung/Kugler

Die Bundes-Regierung
hat den Aktions-Plan 2.0
am 28. Juni 2016 beschlossen.
Im Aktions-Plan 2.0 steht:

  • Das haben wir bis jetzt erreicht.
  • Das wollen wir in Zukunft noch tun.

In dem Aktions-Plan stehen
insgesamt 175 Dinge.

2 ganz wichtige Dinge sind:

  • Das Bundes-Teilhabe-Gesetz
  • Mehr Auswahl auf dem Arbeits-Markt

Wir erklären kurz,
um was es dabei geht.

Das Bundes-Teilhabe-Gesetz

Das Bundes-Teilhabe-Gesetz
ist ein neues Gesetz.
Teilhabe heißt:
Alle Menschen können überall mitmachen.

Eine Frau im Rollstuhl und andere Menschen baden im See. Bild vergrößern Eine Frau im Rollstuhl badet in einem See. Foto: action press

Damit Menschen mit Behinderung
überall mitmachen können,
brauchen sie Hilfe.
Zum Beispiel beim Wohnen,
beim Arbeiten und in der Freizeit.

Aber nicht alle brauchen die gleiche Hilfe.
Ein Rollstuhl-Fahrer
braucht eine andere Hilfe
als ein blinder Mensch.

Blinder Mann mit Blinden-Zeichen an der JackeBild vergrößern Blinde Menschen brauchen andere Hilfe als Rollstuhl-Fahrer. Foto: picture alliance / JOKER

Die Bundes-Regierung sagt:
Jeder soll ganz genau die Hilfe bekommen,
die er braucht.
Das Fach-Wort für diese Hilfe ist:
Eingliederungs-Hilfe.

Mit der richtigen Hilfe
können Menschen mit Behinderung
mehr selbst bestimmen.

Mehr Auswahl auf dem Arbeits-Markt

Viele Menschen mit Behinderung arbeiten
in einer Werkstatt für behinderte Menschen.
Woanders bekommen sie keine Arbeit.

Eine Kranken-Schwester schiebt im Kranken-Haus ein Bett über den Flur.Bild vergrößern Menschen mit Behinderung sollen auch im Kranken-Haus arbeiten können. Foto: Jens Komossa

Die Bundes-Regierung will das ändern.
Menschen mit Behinderung sollen sich
auch andere Arbeits-Plätze aussuchen können.
Zum Beispiel:

  • in einer Firma
  • im Kranken-Haus
  • in einer Behörde
  • im Kinder-Garten
  • im Supermarkt

Kinder im Kinder-Garten spielen auf dem Boden. Bild vergrößern Menschen mit Behinderung sollen auch im Kinder-Garten arbeiten können. Foto: Judith Affolter

Man sagt auch:
Das sind Arbeits-Plätze
auf dem ersten Arbeits-Markt.
Die Bundes-Regierung will
mehr solche Arbeits-Plätze
für Menschen mit Behinderung.

Wenn es nötig ist,
bekommen Menschen mit Behinderung
Unterstützung bei ihrer Arbeit.

Möchten Sie mehr über
den Nationalen Aktions-Plan wissen?

So sieht die Internet-Seite zum Nationalen Aktions-Plan aus.Bild vergrößern Internet-Seite zum Aktions-Plan Foto: BMAS

Zum Nationalen Aktions-Plan gibt es
eine Internet-Seite in Leichter Sprache.
Dort werden alle Punkte im Aktions-Plan
ganz genau erklärt.

Klicken Sie auf den Link:
Zur Internet-Seite vom Aktions-Plan
Dann öffnet sich die Internet-Seite.

Ein Link ist ein Verweis
von einer Seite im Internet auf eine andere.
Der Link hat meistens die Farbe blau und er ist unterstrichen.
Wenn man auf den Link klickt,
kommt man auf die andere Internet-Seite.


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capito Bodensee hat diesen Text geprüft.


Dienstag, 28. Juni 2016