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Hindernisse beseitigen

Die Bundes-Regierung will für Menschen mit Behinderung Hindernisse beseitigen: in Gebäuden, am Arbeits-Platz und bei der Sprache. Das steht in einem neuen Gesetz.

Ein Rollstuhl-Fahrer kommt aus einem Fahrstuhl. Rollstuhl-Fahrer brauchen einen Fahrstuhl oder eine Rampe. Foto: picture-alliance/dpa/Stefan Puchner

Hindernisse im Alltag

Für Menschen mit Behinderung
gibt es im Alltag oft Hindernisse.
Ein anderes Wort für Hindernis ist Barriere.
Zum Beispiel:

Ein Rollstuhl-Fahrer steht vor einer Treppe. Bild vergrößern

  • Für Menschen im Rollstuhl
    ist eine Treppe ein Hindernis.
    Sie brauchen einen Fahrstuhl
    oder eine Rampe.




Ein Antrag in schwerer Sprache.Bild vergrößern

  • Für Menschen mit Lernschwierigkeiten
    ist schwere Sprache ein Hindernis.
    Sie brauchen Texte in Leichter Sprache.






Gleiche Rechte für alle

Ein Mädchen im Rollstuhl im Kreis von Kindern ohne Behinderung.Bild vergrößern

Menschen mit Behinderung
sollen keine Nachteile haben.
Sie haben die gleichen Rechte
wie alle anderen Menschen auch.

Das steht auch im Gesetz
für Menschen mit Behinderungen.
Das Gesetz heißt:
Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
In Leichter Sprache sagt man:
Behinderten-Gesetz.
Das Behinderten-Gesetz gibt es
seit dem Jahr 2002.

Hindernisse beseitigen

Fach-Leute haben festgestellt:
Das Behinderten-Gesetz hat das Leben
von Menschen mit Behinderung verbessert.
Aber: Einige Regeln im Behinderten-Gesetz
wirken noch nicht so gut.
Es gibt auch Dinge, die noch fehlen.
Die Bundes-Regierung hat
das Behinderten-Gesetz darum verbessert.

Mit einem neuen Gesetz
will die Bundes-Regierung
noch mehr Barrieren beseitigen.


Beim Bauen

Ein Rollstuhl-Fahrer fährt eine Rampe hoch.Bild vergrößern

Neue Gebäude sollen
ohne Hindernisse gebaut sein.
Man sagt auch:
Die Gebäude sollen barriere-frei sein.
Zum Beispiel mit Rampen, Fahrstühlen
und breiten Türen.

Wird ein altes Gebäude umgebaut,
werden die Hindernisse
beim Umbauen beseitigt.

Am Arbeits-Platz

Ein Mensch vor dem Computer-Bildschirm.Bild vergrößern

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
in Behörden arbeiten viel am Computer.
Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
mit einer Behinderung
sollen ohne Hindernisse
am Computer arbeiten.
Deshalb soll die Computer-Technik
in den Behörden barriere-frei sein.

In der Sprache

Logo Leicht Lesen von Inclusion EuropeBild vergrößern

Behörden sollen wichtige Informationen
in Leichter Sprache schreiben.
Leichte Sprache ist wichtig für
Menschen mit Lernschwierigkeiten.
Dann können sie Texte
ohne fremde Hilfe besser verstehen.

Informationen in Leichte Sprache sind
zum Beispiel:

  • Formulare
    Das sind Zettel,
    wo man bestimmte Dinge ausfüllen muss.
    Es gibt oft Formulare,
    wenn man bei Behörden einen Antrag stellt.
  • Bescheide
    Ein Bescheid ist ein spezieller Brief,
    der von einer Behörde kommt.
    In einem Bescheid steht,
    wofür sich eine Behörde entschieden hat.
    Ob eine Person etwas machen muss
    oder etwas bekommt.

    Zu dem Bescheid gibt es
    eine Erklärung in Leichter Sprache.

Bei Streit über Hindernisse

Manchmal gibt es Streit über Hindernisse.

Zum Beispiel:

Ein Rollstuhl-Fahrer steht vor einer Treppe. Bild vergrößern

  • Ein Rollstuhl-Fahrer muss
    zu einer Behörde.
    Am Eingang sind nur Treppen.
    Der Rollstuhl-Fahrer kann
    das Gebäude nicht betreten.
    Er braucht eine Rampe.

Ein Antrag in schwerer Sprache.Bild vergrößern

  • Eine Frau mit Lernschwierigkeiten
    bekommt einen Brief von einer Behörde.
    Der Brief ist in schwerer Sprache.
    Die Frau kann den Brief nicht verstehen.
    Sie braucht eine Erklärung
    in Leichter Sprache.

Der Rollstuhl-Fahrer und die Frau
können sich über das Hindernis beschweren.
Beschweren heißt:
Man sagt, was nicht gut ist.

Zwei Leute geben sich die Hand.Bild vergrößern

Für Beschwerden über Barrieren
soll es eine Schlichtungs-Stelle geben.
Schlichtung bedeutet:

  • bei einem Streit vermitteln
  • einen Streit beenden.

Die Schlichtungs-Stelle ist ein Büro.
Zu diesem Büro kann jeder gehen.
Die Schlichtungs-Stelle ist für
einzelne Personen und für Vereine.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
von der Schlichtungs-Stelle versuchen,
schnell eine gute Lösung zu finden.
Dafür muss man nichts bezahlen.

Das Wort: Behinderung

Das Wort Behinderung
bekommt eine neue Bedeutung.

Ein Mann im Rollstuhl  neben einer Frau in flachen Schuhen.Bild vergrößern

Die alte Bedeutung von Behinderung ist:
Jemand kann etwas nicht.
Er kann zum Beispiel nicht laufen
und braucht einen Rollstuhl.
Darum kann er viele Dinge nicht tun.
Das ist das Problem
von diesem Menschen.
Das stimmt aber nicht.

Eine Frau geht eine Treppe hinunter. Bild vergrößern

Die neue und richtige Bedeutung
von Behinderung ist:
Ein Mensch mit einer Behinderung
kann etwas nicht tun,
weil es Hindernisse gibt.
Die Hindernisse sind das Problem.
Zum Beispiel:
Treppen oder schwere Sprache.

Ein Rollstuhl-Fahrer kommt aus einem Fahrstuhl.Bild vergrößern

Deshalb müssen die Hindernisse
beseitigt werden.
Ohne Hindernisse kann jeder
am Leben in der Gesellschaft teilnehmen.


Wer muss sich an
das neue Gesetz halten?

Das neue Gesetz gilt für
jede Behörde von der Bundes-Regierung.
Zum Beispiel für die Bundes-Ministerien.
Es gilt auch für die Renten-Versicherung
und für die Bundes-Agentur für Arbeit.

Ab wann gilt das neue Gesetz?

Eine Sitzung im Bundestag.Bild vergrößern

Die Politikerinnen und Politiker
im Bundes-Tag haben das Gesetz
am 12. Mai 2016 beschlossen.



Mehr Informationen
in Leichter Sprache

Möchten Sie genau wissen:

  • Wie wird ein Gesetz beschlossen?
  • Wer arbeitet alles daran mit?

Klicken Sie auf den Link: Zum Bundes-Tag.
Dann können Sie den Text lesen.

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Der Link ist meist blau und unterstrichen.
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kommt man auf die andere Internet-Seite.


Wer hat die Fotos im Text gemacht?

Rollstuhl-Fahrer vor einer Treppe: mauritius images
Antrags-Formulare: Bundesregierung/Stutterheim
Kindergruppe mit Mädchen im Rollstuhl: Burkhard Peter
Rollstuhl-Fahrer auf einer Rampe: picture alliance/dpa
Computer-Bildschirm: Bundesregierung/Stutterheim
Logo für Leichte Sprache: Inclusion Europe
Handschlag: Bundesregierung/Stutterheim
Rad von einem Rollstuhl, daneben steht eine Person: picture alliance/dpa
Frau im Treppenhaus: Bundesregierung/Grabowsky
Gesetzentwurf: Bundesregierung
Sitzung im Bundes-Tag: Bundesregierung/Bergmann

Logo: LL - Leicht Lesen - Stufe A2Bild vergrößern

capito Bodensee hat diesen Text geprüft.



Freitag, 13. Mai 2016