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Merkel und Macron in Marseille

Europas Aufgaben fest im Blick

Bundeskanzlerin Merkel und der französische Staatspräsident Macron wollen sich eng abstimmen, um Europa weiter voranzubringen. Dazu reiste Merkel nach Marseille, um politische Gespräche mit Macron zu führen.

Merkel in Marseille Kanzlerin Merkel und Staatspräsident Macron wollen sich in europäischen Fragen weiter eng abstimmen. Foto: Bundesregierung/Bergmann

Staatspräsident Emmanuel Macron empfing Bundeskanzlerin Angela Merkel in der südfranzösischen Hafenstadt Marseille in einer Zeit gedrängter europapolitischer Fragen und Termine. Merkel ging zuversichtlich in die Gespräche: "Ich bin sehr optimistisch, dass wir auch weiter gemeinsam vorangehen - für ein Europa, das selbstständig ist, für ein Europa, das eigenständig seine Probleme lösen kann."

Migration zusammen bewältigen

Vor ihren gemeinsamen Gesprächen betonten die Regierungschefs ihren Willen, beim Thema Migration an einer umfassenden europäischen Lösung zu arbeiten. "Deutschland und Frankreich haben hier dieselbe Art des Herangehens an die Probleme, und Europa muss sich in dieser Frage eben auch beweisen", so Merkel. Macron unterstrich zudem, dass man gemeinsam aus der Migrationsfrage "eine Chance und keine Furcht " machen wolle.

Gemeinsame Agenda weiter bearbeiten

Zudem setzten sie ihren Austausch über die Reformagenda für die Europäische Union fort, welche die Bundeskanzlerin und Staatspräsident Macron bei ihrem letzten Treffen auf Schloss Meseberg vorgelegt hatten.

Die Bundeskanzlerin hatte den französischen Präsidenten sowie deutsche und französische Minister am 19.6.2018 zu einem Treffen auf Schloss Meseberg eingeladen. Gemeinsam arbeiteten sie an der Vorbereitung des Europäischen Rats am 27. und 28. Juni und an Lösungen für die Zukunftsfragen Europas. Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker war eingeladen. Zusammen mit ihm und dem französischen Präsidenten Macron traf die Kanzlerin mit Vorstandsvorsitzenden führender europäischer Unternehmen zusammen, die dem European Round Table of Industrialists angehören.

Schließlich tauschten sie sich über die außenpolitischen Herausforderungen aus, denen sich die EU gegenübersieht. Dazu gehören der Syrien-Konflikt, die Situation in der Ukraine sowie die Lage auf dem westlichen Balkan.

Koordinierung vor EU-Gipfeltreffen

Das Gespräch ist Teil einer Reihe von Gesprächen, die die Bundeskanzlerin vor dem informellen Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs führt, zu dem Österreich am 19. und 20. September nach Salzburg einlädt. Österreich hat zurzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne.

Freitag, 07. September 2018