Navigation und Service

Inhalt

Integrationsgipfel

Für ein weltoffenes und vielfältiges Deutschland

Beim Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt ging es um den Zusammenhalt von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Ein gelungenes Beispiel aus dem Leben: ein Fußballplatz in Berlin. Die Mädchen des SV Rot-Weiß Viktoria 08 Mitte trainieren dort unter den Augen der Bundeskanzlerin.

Teilnehmende des 10. Integrationsgipfels am runden Tisch Integrationsgipfel im Kanzleramt: Es geht um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland. Foto: Bundesregierung/Steins

Dem Verein ist die Integrationsarbeit sehr wichtig. Rot-Weiß ist ein anerkannter Stützpunkt des Programms "Integration durch Sport".

"Es war sehr beeindruckend und ein gutes Zeichen welche Rolle Sport bei der Integration spielt", sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel. Und: "Denjenigen, die das hier auf die Beine gestellt haben, gebührt ein wirkliches Dankeschön."

Integrationsgipfel im Kanzleramt

Beim anschließend stattfindenden Integrationsgipfel beschäftigten die Kanzlerin und die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer grundsätzliche Fragen: Welche Werte sind uns wichtig? Was bedeutet Heimat? Wie können wir Demokratie und Zusammenhalt stärken, wie Teilhabe sichern? Antworten auf diese Fragen soll unter anderem ein Aktionsplan Integration geben, den die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Staatsministerin Anette Widmann-Mauz, entwickeln wird.

Nationaler Aktionsplan Integration

Ziel ist, das Erreichte zu erkennen, Integrationsmaßnahmen zu bündeln und bei Bedarf nachzusteuern. Länder und Kommunen, die Zivilgesellschaft und die Migrantenorganisationen sollen sich aktiv beteiligen. Der Prozess werde über die gesamte Legislaturperiode angelegt sein.

"Bei der Integration ist viel geschafft, aber es liegt noch viel Arbeit vor uns", so Widmann-Mauz. Alle Phasen der Integration müssen in den Blick genommen, Angebote besser aufeinander abgestimmt werden. "Unmittelbar nach dem Ankommen brauchen wir Kurse, die Werte und Erwartungen vermitteln, unabhängig von Aufenthaltsdauer und Status", so die Integrationsbeauftragte.

Mehr Qualität, mehr miteinander statt nebeneinander sind weitere Ziele. "Alle die hier leben, müssen ihre Potenziale einbringen können. Das müssen wir fördern, fordern es aber auch ein", so Widmann-Mauz.

Gemeinsame Werte achten und leben

Nach dem Gipfel sagte die Kanzlerin: "Wenn es um das Zusammenleben geht, geht es zu allererst um die gleichen Chancen auf Teilhabe- und das im umfassenden Sinne." Es fange bei der Bewerbung an, wo unterschiedliche Namen keinen Unterschied machen sollten. Es gehe weiter mit Ausbildung, Arbeitsmarkt und dem Zugang zum Öffentlichen Dienst, so Merkel.

Es sei wichtig, Haltung zu zeigen. Freiheit sowie der Respekt vor der Würde aller Menschen und die Achtung vor dem Rechtsstaat, die Gleichberechtigung von Mann und Frau - das seien grundlegende Werte, die uns leiten und ohne die gesellschaftlicher Zusammenhalt undenkbar sei, so die Kanzlerin.

"Es gibt Regeln, die nicht verhandelbar sind", stellte Merkel zudem klar. Die freiheitlich-demokratische Grundordnung gelte für alle – unabhängig von Herkunft oder Aufenthaltsdauer. Die Missachtung von Gesetzen könne nicht geduldet werden, sei man sich einig gewesen. "Wir wollen ein weltoffenes und ein vielfältiges Deutschland sein", so Merkel.

In die Gesellschaft einbringen

Wenn Zusammenleben gelingen soll, darf man auch nicht diejenigen aus dem Blick verlieren, die schon sehr lange hier leben. Man muss aber auch diejenigen, die vor kurzem zu uns gekommen sind, in den Blick nehmen. Es gehe dabei nicht nur um Teilhabe. "Es geht auch darum, dass sich viele aktiv in die Gesellschaft einbringen und sie mit gestalten", so Merkel.

Das Kanzleramt lädt seit 2006 regelmäßig zum Integrationsgipfel ein. Vertreter von Ländern, Wirtschaft, Gewerkschaften und Migrantenorganisationen diskutieren dort, wie der Zusammenhalt der Gesellschaft in Deutschland gestärkt werden kann.

Mittwoch, 13. Juni 2018