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Weltwirtschaftsorganisationen zu Gast in Berlin

G7 und G20 erhalten Unterstützung

Nur in Kooperation sei eine nachhaltige weltwirtschaftliche Entwicklung zu erreichen, erklärte Bundeskanzlerin Merkel nach einem Treffen mit hochrangigen Vertretern der fünf internationalen Wirtschafts- und Finanzorganisationen in Berlin. Deshalb seien Foren wie G7 und G20 so wichtig, stellten die Teilnehmer übereinstimmend fest.

Merkel, Lagarde bei der Pressekonferenz Der Multilateralismus sei momentan in einer "schwierigen Situation", so Merkel. "Das war die Analyse aller." Foto: Bundesregierung/Bergmann

Neben den Themen Multilateralismus und Freihandel ging es bei dem zehnten Treffen in Folge um die wirtschaftliche Entwicklung in Afrika und die G20 Initiative "Compact with Africa". Deshalb nahm in diesem Jahr auch der Präsident der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) an den Gesprächen teil.

Globale Konjunktur weiterhin gut

Die Rahmenbedingungen bleiben günstig. Das weltweite Wachstum stieg 2017 auf 3,8 Prozent. Der IWF prognostiziert für 2018/2019 einen leichten Anstieg des weltweiten Wirtschaftswachstums auf 3,9 Prozent. Für die Schwellenländer in Asien und Europa wird ein fortgesetztes starkes Wachstum vorausgesagt, während es in anderen Schwellen- und Entwicklungsländern verhaltener ausfällt. Der Inflationsdruck bleibt trotz gestiegener Rohstoffpreise niedrig.

Die WTO erwartet für 2018 einen Anstieg des Warenhandelsvolumens um 4,4 Prozent, allerdings könnte eine fortgesetzte Eskalation handelsbeschränkender Maßnahmen zu einem weitaus geringeren Anstieg führen. Für 2018 rechnet die ILO mit einem leichten Rückgang der weltweiten Arbeitslosenquote auf 5,5 Prozent.

Bei dem Treffen mit der Kanzlerin waren dabei: OECD-Generalsekretär José Ángel Gurría, IWF-Vorsitzende Christine Lagarde, WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo, Generaldirektor der ILO Guy Ryder und Weltbank Chief Executive Officer Kristalina Georgieva sowie Akinwumi Adesina, Präsident der Afrikanischen Entwicklungsbank.

Gefahren durch falsches Verhalten

Die Bundeskanzlerin betonte nach dem Treffen, die Welt sei auf einem recht guten Weg, "den wir jetzt durch falsches Verhalten nicht unterbrechen dürfen." Konkret sprach sie dabei unilaterale Maßnahmen und die US-Zölle auf Stahl und Aluminium an. Sie sei "zutiefst davon überzeugt, dass eine nachhaltige weltwirtschaftliche Entwicklung nur in Kooperation und in Win-win-Situationen zu erreichen ist."

Ermutigende Gespräche

Mit der Initiative "Compact with Africa" habe Deutschland "einen Stein ins Wasser geworfen, so die Kanzlerin weiter. Merkel dankte den internationalen Organisationen für die Bereitschaft, auch nach der deutschen G20-Präsidentschaft daran weiterzuarbeiteten. Das Treffen habe gezeigt, "dass wir uns den Entwicklungszielen der Agenda 2030 verpflichtet fühlen."

Und besonders ermutigend: der Präsident der Afrikanischen Entwicklungsbank Adesina habe erklärt, die Entwicklungsziele seien für den afrikanischen Kontinent erreichbar. "Insofern war das heute ein ermutigendes Gespräch", so die Kanzlerin abschließend.

Montag, 11. Juni 2018