Merkel sagte, sie habe die Sorge der südamerikanischen Staaten gespürt, dass das Wirtschaftswachstum nicht ausreiche, um die Lebensmittelversorgung zu bezahlbaren Preisen auf der Welt sicherstellen zu können.
„Wir brauchen längerfristige Strategien“, stellte die Kanzlerin fest. Der G8-Gipfel im Juli sei eine gute Gelegenheit, eine Zusammenarbeit in diesem Bereich einzuleiten. In Mexiko war es wegen der steigenden Tortilla-Preise im letzten Jahr bereits zu Unruhen gekommen.
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Die Kanzlerin wies auf die Bedeutung der Kooperation mit den Schwellenländern hin, die auf dem letztjährigen Gipfel in Deutschland eingeleitet wurde. „Die Industrieländer allein werden viele Probleme nicht mehr lösen können“, zeigte sich die Regierungschefin überzeugt.
Mexiko gehört zu den fünf Schwellenländern, mit denen die G8-Staaten intensiv im so genannten "Heiligendamm-Prozess" zusammenarbeiten. Der "Heiligendamm-Prozess" ist ein Dialog zwischen den G8-Mitgliedsstaaten und den wichtigen Schwellenländern über die größten Herausforderungen der Weltwirtschaft. Zu den Schwellenländern zählen auch Brasilien, China, Indien und Südafrika.
Heiligendamm-Prozess
„Nur gemeinsam können wir die anstehenden Probleme wie Klimawandel, Ressourcenschutz und Biodiversität lösen“, sagte die Bundeskanzlerin in Mexiko-Stadt.
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Die Partnerschaft zwischen Deutschland und Mexiko beruhe auf gemeinsamen Grundlagen: Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Achtung der Menschenrechte, Interesse an gut funktionierenden staatlichen Strukturen und transparente Regierungsführung.
Die gute Zusammenarbeit werde von den wirtschaftlichen Beziehungen vorangetrieben. „Wir wollen auch in Zukunft ein guter Partner sein“, unterstrich Merkel.
Calderón nannte Merkel eine große Freundin Mexikos und sprach von einer neuen Etappe in der Freundschaft. „Wir wollen mehr Deutschland in Mexiko, aber auch mehr Mexiko in Deutschland“, so der mexikanische Präsident.
Am Ende ihrer Reise zog Merkel eine positive Bilanz. Sie ermutigte dazu, auch der Wirtschaft Südamerikas größere Aufmerksamkeit zu schenken.
Es sei eine „wichtige und notwendige Reise zum richtigen Zeitpunkt gewesen“, unterstrich die Kanzlerin. Mit sieben Tagen war es die bislang längste Auslandsreise der Bundeskanzlerin.
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Mexico City
Mexiko ist Deutschlands viertgrößter Handelspartner nach den USA, China und Japan. Das Handelsvolumen beträgt rund 10 Milliarden Euro. In Mexiko gibt es 1.000 Unternehmen mit deutscher Beteiligung. Sie haben mehr als 100.000 Arbeitsplätze geschaffen.
Doch kontrastieren diese wirtschaftlich starken Regionen mit extrem rückständigen ländlich geprägten Teilen des Landes. Dort herrscht bittere Armut. Daher ist die Armutsbekämpfung auch ein Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit. Auch bei der Polizeireform, der Drogenbekämpfung und der Korruption will Deutschland Hilfe anbieten.
Begrüßungsworte der KanzlerinLänderinformationen: MexikoReisenotiz: MexikoRede von Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich des Deutsch-Mexikanischen WirtschaftsforumsPressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und dem mexikanischen Präsidenten CalderonKolumbiens Weg stärkenEuropa und Lateinamerika: Strategische PartnerFortschritt im Einklang mit der NaturMerkel in Brasilien: Biosprit umweltfreundlich herstellen