Am Donnerstag trifft die Bundeskanzlerin den chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao. Eine Begegnung mit Staatspräsident Hu Jintao ist ebenfalls vorgesehen. Ministerpräsident Wen wird zudem mit der Kanzlerin in die Metropole Kanton reisen, in der mehr als 400 deutsche Unternehmen tätig sind.
Bundeskanzlerin Merkel wird ebenfalls die Achtung der Menschenrechte und Fragen der Rechtsstaatlichkeit bei ihrem Besuch ansprechen. Sie werde in Peking über ihre Überzeugungen und Werte so sprechen wie in Deutschland. „Gespräche und Besuche dienen ja gerade dazu, auch die Probleme zu erörtern, die noch nicht so sind, dass wir immer einer Meinung sind" sagte Merkel, "Dazu werden auch Menschenrechtsfragen und andere Dinge gehören". In China finde eine Diskussion statt, für die „viele Dissidenten und Oppositionelle oft einen hohen Preis zahlen“.
Bereits in ihrer Videobotschaft hatte Merkel dargelegt, dass ihr Besuch „ein neuer Schritt zu einer engeren Zusammenarbeit sein“ werde. An Bedeutung gewinnt der Besuch der Kanzlerin auch durch den 40. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Jahr 1972.