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Mitschrift Pressekonferenz

Pressestatement der Bundeskanzlerin anlässlich des Besuchs bei der European Energy Exchange AG

Do, 19.08.2010
 in Leipzig

Meine Damen und Herren,

 

wir haben uns heute die Europäische Energiebörse angeschaut. Ich freue mich sehr, dass mich dabei der Oberbürgermeister von Leipzig, der Sächsische Ministerpräsident, die Bundestagsabgeordneten und der Herr Bundesumweltminister begleitet haben.

 

Leipzig und der Freistaat Sachsen können auf das, was hier entstanden ist, stolz sein. Das hat sich gezeigt. Ich bedanke mich bei Herrn Menzel und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz herzlich dafür, dass uns das heute nahegebracht wurde. Ich glaube, hier wird Energiegeschichte geschrieben, indem die Märkte der Energie transparenter gemacht werden.

 

Es ist der Leipziger Börse gelungen, einen Referenzpreis für Strom, auch für den außerbörslichen Handel, zu identifizieren und zu definieren. Das ist ein erheblicher Fortschritt für die Transparenz. Im Jahr 2010 ist es auch gelungen, die erneuerbaren Energien in den Stromhandel mit einzubeziehen, was für die Zukunft wegweisend ist.

 

Die Kooperation mit Paris setzt, wie ich denke, europäische Maßstäbe und erleichtert es uns auch, deutsche und französische Erfahrungen mit einzubringen, wenn es darum geht, einheitliche Standards in Europa zu definieren. Ich konnte heute in einer Liveschaltung mit dem französischen Partner sprechen und mich auch insoweit informieren und habe den Eindruck gewonnen, dass hier eine sehr enge Zusammenarbeit besteht.

 

Neben dem Strom ist auch interessant, dass sich der CO2-Zertifikatemarkt entwickelt. Auch hier ist es wünschenswert, dass Leipzig eine dominante Rolle hat.

 

Wir haben ganz zum Schluss über die Entwicklung beim Gas gesprochen. Sie wissen, dass der Gaspreis und der Erdölpreis heute vielfach aneinander gekoppelt sind. Das ist sachlich bei Weitem nicht geboten. Deshalb habe ich mit Freude gehört, dass die Leipziger Börse daran arbeitet, einen Gasindex zu entwickeln, der dann auch eine eigenständige Preisbildung ermöglichen würde. Ich glaube, das ist ein weiterer Schritt zu mehr Wettbewerb.

 

Ich denke, man kann sagen, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Liberalisierung des Energiemarkts, so wie sie Ende des letzten Jahrhunderts eingeführt wurde, und die schrittweise Entwicklung der erneuerbaren Energien dazu geführt haben, dass wir eben auch diese sehr modernen Handelsmethoden entwickeln können. Da in Europa das Thema der Energiepolitik ein zentrales Thema sein wird, können wir sagen, dass wir in Deutschland, dass wir mit Leipzig einen Standort haben, der sicherlich einen wesentlichen Beitrag zu einem gesamten europäischen Energiemarkt und damit auch zu mehr Wettbewerb leisten wird. Man kann   das darf ich sagen   recht stolz darauf sein, dass es so etwas gibt.

 

Noch einmal herzlichen Dank an Herrn Menzel und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.   Dankeschön.