"Sie haben immer an die Kraft der Freiheit geglaubt", sagte sie bei der feierlichen Eröffnung der neuen US-Botschaft am Pariser Platz in Berlin.
Der Gang durch das Brandenburger Tor sei heute Normalität, stellte die Kanzlerin fest. Doch daran war 1945 noch lange nicht zu denken. Damals sei es den Amerikanern darum gegangen, "die Köpfe und die Herzen der Menschen zu gewinnen". Sie würdigte die Hilfeleistungen der Amerikaner durch den Marshall-Plan: "Was für eine weitsichtige Hilfe!".
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Fast ein Jahr lang wird Berlin von den Alliierten aus der Luft versorgtDer Standort der neuen US-Botschaft – keine fünfzig Meter vom Brandenburger Tor entfernt – hat hohen Symbolwert. Auf dem Gelände stand früher das Palais Blücher, das die USA ab 1931 als Botschaftsgebäude nutzten.
Während des Krieges wurde das Palais schwer beschädigt, die DDR ließ es abreißen. Bis 1989 lag das Areal im Niemandsland am Mauerstreifen.
Nach der Wiedervereinigung beschloss die US-Regierung, ihre Vertretung am ehemaligen Standort wieder aufzubauen. Die neue Botschaft ist ein Bekenntnis der Vereinigten Staaten zur Partnerschaft mit Deutschland und den Menschen dieses Landes.
Große Fragen der Zeit gemeinsam lösen
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Die neue US Botschaft am Pariser PlatzDie Bundeskanzlerin hob die transnationale Partnerschaft zwischen den USA und Europa hervor. Denn: "Die großen Fragen unserer Zeit können wir nicht als Nationalstaat lösen", zeigte sich Merkel überzeugt. Die weltweiten Herausforderungen wie der Kampf gegen Hunger, Terrorismus und Klimawandel könne man nur gemeinsam meistern. Dabei sei die Nato der Ort für die transatlantische Sicherheitspolitik – auch wenn diese Politik in Europa ergänzt und gestärkt werde.
Doch die transatlantische Partnerschaft geht über eine gemeinsame Sicherheitspolitik hinaus; sie beruhe auf "vielen festen Säulen". Die Kanzlerin sprach sich dafür aus, "noch mehr Synergien zu schaffen". Insbesondere bei der Energieeffizienz und beim Schutz der Umwelt vor dem Klimawandel könne die Zusammenarbeit sehr erfolgreich sein. "Unsere Volkswirtschaften sind die innovativsten der Welt", sagte Merkel.
Für gemeinsame Werte eintreten
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Georg Bush senior zu GastMerkel würdigte die "gelebte Freundschaft" zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland. "Wir teilen die gemeinsamen Werte". Dazu gehörten die Achtung der Menschenrechte, die Unabhängigkeit und Freiheit.
Für die Zukunft dürfe man nicht nachlassen, die jüngere Generation davon zu überzeugen "wie wichtig es ist, für unsere Werte in der Welt einzutreten."
An der Einweihung der Botschaft am amerikanischen Unabhängigkeitstag nahmen neben Bundeskanzlerin Angela Merkel, der ehemalige US-Präsident George Bush senior und US-Botschafter William Timken teil.
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Spiel, Spaß und InformationZum öffentlichen Amerikafest am darauffolgenden Tag kamen dann rund 350.000 Besucherinnen und Besucher auf den Pariser Platz.
Bei Musik, Tanz, und gastronomischen Grüßen aus den USA wurde bis zum späten Abend gefeiert. Am Informationsstand der Bundesregierung gab es sogar eine Reise in die USA zu gewinnen.
Entworfen hat das Gebäude am Pariser Platz 2 in Berlin-Mitte ein Team unter Führung des Architektenbüros Moore Ruble Yudell aus dem kalifornischen Santa Monica. Das Haus bietet auf vier Etagen plus Dachgeschoss rund 14.000 Quadratmeter Fläche für Büros, Konferenz- und Ausstellungsräume.